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Erfolg - verdienter Aufstieg oder Profitgier?

Verfasst: Mo 8. Aug 2011, 16:31
von Morfin
Sehr deutlich konnte man letztes Jahr den plötzlichen Erfolg der Band Unheinlig sehen.
Als ich das erste mal in Kontakt mit dieser Band kam, kannte die kein Mensch und das war ca. 2 Wochen bevor ich den ersten Werbespot mit Unheilig auf RTL 2 sah.
Zuerst hatte ich mich sehr gefreut, denn mir gefielen sie bis dahin ganz gut.
Doch mit jedem Tag konnte ich spüren, wie sie sich regelrecht an das Fernsehen verkaufen.

Wie beurteilt ihr das? Bis wann ist es wirklich verdienter Erfolg, ab wann schon Kommerz? Und fallen euch noch weitere Beispiele ein?

Verfasst: Mo 8. Aug 2011, 16:31
von Anzeige

Re: Erfolg - verdienter Aufstieg oder Profitgier?

Verfasst: So 14. Aug 2011, 12:32
von QueFueMejor
Unheilig ist ein Beispiel, wo ich nachvollziehen kann, dass sie sich wie Schlampen prostituieren. Nach Jahren Bandgeschichte stellt sich nun Erfolg ein, da haben schon einige ihre Prinzipien vergessen.
Wirklich ekelhaft finde ich, wie aktuell gestandene Künstler rausgekramt werden, die sich nun hergeben, dass es kaum noch auszuhalten ist. Nena, Kim Wilde, Roxette oder auch die Guano Apes. DAS sind Künstler, die nicht Erfolg, sondern Kommerz im Vordergrund haben. Da Leute rausgekramt, die teilweise seit Jahren tot sind.

Um wieder zu Unheilig zu kommen: Sie gehen einen Weg, der nicht cool ist, aber nachvollziehbar. Nachdem nun der Erfolg da ist, verkauft man sich und schafft sich so die Rente ran. Mit etwas "Glück" sind sie in nem Jahr wieder im Erdboden verschwunden oder interessieren kein Schwein mehr.

Re: Erfolg - verdienter Aufstieg oder Profitgier?

Verfasst: Sa 29. Okt 2011, 19:04
von Le Darko
Man merkt dem Grafen an wie sehr er doch den Erfolg will. Für ihn ist die Musik Arbeit. Sgate er zu dem großem Boom. Anerkennung sucht er...eine Art Anerkennung die ich von bestimmten Leuten niemals brauchen werde. Jeder hört sie...Aber ich fand sie damals im Underground schon nich so dolle...haben mich nie angesprochen...Um so mehr verspühre ich nur noch Abscheu für diesen Mann. Wie er eine Szene als Sprungbrett für den Kommerz ohne der Wimper zu zucken annahmen. Okay man will erfolg haben. Schön und gut. Aber SO? Der Graf macht ja echt alles für die Knete...Ständige diese Werbespotte bei RTL2, Auftritte bei Carmen Nebel und The Dom. Das ist nur noch peinlich. Und wenn der Herr Graf wirklich noch in Spiegel schauen kann, dann aber auch nur weil ihm das Geld tröstet. Ich möchte hier noch eine andere Band nennen. Rammstein. hört zwar auch jeder Arsch. Aber ich finde sie sind noch cool geblieben. Die texte bleiben die selben Skandale...und sie geben sich nicht für jede Sendung her. Das is so eine Band wo ich sage, alles richtig gemacht. Und Unheilig haben alles falsch gemacht.

Was diese ganzen nerven Comebacks anbelangt...Ein Come Back war mal etwas besonderes...jetzt wo es jeder dem anderen nachmacht...nicht mehr. Roxette sind aber wohl die einzigen die mir positiv auffallen.

Re: Erfolg - verdienter Aufstieg oder Profitgier?

Verfasst: Sa 29. Okt 2011, 19:08
von Morfin
Ja diese "Combacks des Jahres" davon haben wir im Jahr bestimmt 20 Stück) kotzen mich auch sehr an.
Zumal es andere, authentischere Wege gibt als Comebacks.
Nachdem sich Nirvana nach dem Tod Kurt Cobains auflöste, wurde nicht nach 10 Jahren ein Ersatz gesucht, nur um mit dieser Band wieder diesen Megaerfolg zu landen. Der Schlagzeuger Dave Grohl spielt nun bei den Foo Fighters, nicht mit dem selben Erfolg wie bei Nirvana, aber dennoch ist es keine Kopie von Nirvana und ist bekannt und angesehen.

Rammstein. hört zwar auch jeder Arsch. Aber ich finde sie sind noch cool geblieben. Die texte bleiben die selben Skandale...


Ich finde Rammstein hat ganz schön abgenommen. So wirklich von Skandalen kann ich da nicht mehr so sprechen.
Klar das Pussy-Video war schon heftig. Aber nichts was für mich ungewohnt oder skandalös wäre, da Sexualität im Fernsehen ja doch Gang und Gebe ist.
Da war das Video von "Mein Teil" doch um einiges heftiger.


Was mir auch aufgefallen ist sind diese neuen 0815-Musiker aus der Werbung, meist irgendwelche Soul-Jazz-Schlampen.
Rumer, Melody Gardot oder vllt. auch Celtic Woman. Alles Frauen, sehr hübsch nach dem Motto Sex Sells. Und dann werden die Stimmen hochgepriesen, als gäbe es nix besseres.
Sehr nervig wie die im Fernsehen gepusht werden, nur damit die schön viel an deren CDs verdienen können.

Re: Erfolg - verdienter Aufstieg oder Profitgier?

Verfasst: Sa 29. Okt 2011, 19:11
von Le Darko
Ich sprach auch von dem kompletten weg von Rammstein. So als kleinen Vergleich.
War nicht erst das letzte Album auf dem Index? So viel dazu. ;)

Re: Erfolg - verdienter Aufstieg oder Profitgier?

Verfasst: Sa 29. Okt 2011, 19:13
von QueFueMejor
Was heißt schon der Index? Bei Rappern gehörts fast schon zum guten Ton, dass mindestens ein Album aufm Index gelandet ist.
Rammstein find ich inzwischen ziemlich lahm. Die Provokation erscheint mir mehr Promotion als dass man wirklich Kritik üben will.

Re: Erfolg - verdienter Aufstieg oder Profitgier?

Verfasst: Sa 29. Okt 2011, 19:15
von Le Darko
ich weiß was du damit meinst. wollte aber eben nur damit klarstellen dass unheilig stattdessen die weichmuttischlagerschiene fahren.

Re: Erfolg - verdienter Aufstieg oder Profitgier?

Verfasst: Sa 29. Okt 2011, 19:19
von Morfin
Ob Weichmuttischlagerszene oder bewusste Skandale - Beides hilft dabei viele Platten zu verkaufen.

Ich denke heutzutage kann jeder, der Musik macht irgendwie Geld machen und richtig bekannt werden.
Die Frage ist nur um welchen Preis.
Unheilig haben durch ihren plötzlichen Erfolg viele Fans verloren aber auch unmengen dazugewonnen. Ich wage mal zu behaupten, dass das dann aber größtenteils Fans sind, die nach 2-3 Jahren schon wieder vergessen haben wer Unheilig sind, wenn diese in der Versenkung verschwinden.

Ich finde es schlimm, dass Musiker, die mal glaubwürdig waren, ihre Prinzipien für mehr Geld über Bord werfen.
Es gibt genug Künstler, die ihr Geld verdient bekommen. Kommerz wird es an der Stelle, wo die Geldgier die Liebe zur Musik überwiegt.

Re: Erfolg - verdienter Aufstieg oder Profitgier?

Verfasst: Sa 29. Okt 2011, 19:21
von QueFueMejor
Was mir grad zum Thema Musikwerbung einfällt, ist die grausamste aller dieser Werbungen: Christian Durstewitz' Stalker. Wie zum Henker kann man einen Musiker groß anpreisen mit "kreativer Singer und Songwriter, der seine Songs selbst schreibt"? Hab ja noch nie gehört, dass Musiker kreativ sind. Und auch noch selber Songs schreiben.
Aber generell werden aber auch jedes Mal irgendwelche Belanglosigkeiten groß angepriesen, dabei sollte so vieles selbstverständlich sein.

Re: Erfolg - verdienter Aufstieg oder Profitgier?

Verfasst: Sa 29. Okt 2011, 19:23
von Morfin
Das ist wahr. Für mich schreibt ein guter Künstler seine Texte generell selbst. Nur selbstgeschriebenes kann echte, vor allem eigene Gefühle wiedergeben. Es ist für mich einfach nicht nachvollziehbar wenn eine Rihanna im Wechsel vom Poppen und Liebeskummer singt.
Wichtig sind auch eine gute Livequalität, insofern der Künstler live auftritt.
Ich finde es einfach beschissen, wenn die auf Platte toll klingen, aber live sich einen abkrächzen.
Schlimm ist es auch wenn die Instrumente zu laut für den Raum eingestellt sind. Da ist die beste Band nicht mehr zu ertragen.